Menschen zu helfen, sich ihren Sorgen und Nöten anzunehmen, Zukunftsperspektiven für uns alle und unsere Kinder und Enkel zu schaffen – aus all diesen Gründen habe ich mich für die Politik ent-schieden. Um zu wissen, was die Menschen bewegt, darf aber der persönliche Kontakt nie abreißen. Ich bemühe mich daher, so viel Zeit wie möglich in meinem Wahlkreis zu verbringen, um so un-mittelbar und vor Ort zu erfahren, „wo der Schuh drückt“. Und wenn ich einmal nicht in meiner schönen Heimat bin, dann besuchen mich Jahr für Jahr viele Menschen in Berlin, die sich so „vor Ort“ ein Bild machen können, wie und wo ich arbeite. Es ist dies eine Arbeit, bei der mir der Leitspruch, wonach die Politik für die Menschen und nicht die Menschen für die Politik da sind, stets ein Ansporn war. Diesem Leitgedanken versuche ich stets aufs Neue gerecht zu werden – seit über eineinhalb Jahrzehnten, in denen ich nun direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages bin.
Grundwerte sind Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander
Christliche Wertanschauung und Politik gehören für mich zusammen. Daher setze ich mich immer wieder für den Verbleib des Kreuzes im täglichen Leben ein, vor allem auch in den Klassenzimmern.
Für mich als Christ ist das Vermitteln und Vorleben unserer Grundwerte in Familie, Schule und Medien das Kernstück meiner Bemühungen.
Mit dem Füßchen-Anstecker auf meiner Jacke bekenne ich mich uneingeschränkt zum Schutz des ungeborenen und behinderten Lebens.
Solidarität und Eigenverantwortung gehören zusammen
Gesundheitspolitik betrifft uns alle, denn früher oder später benötigt jeder Mensch medizinische Hilfe. Dement- sprechend viele Beteiligte tummeln sich auf dem Feld der Gesundheitspolitik: Krankenkassen, kassenärztliche Ver- einigungen, Ärzteverbände, Pharmaindustrie, Patienten-verbände etc. – jeder tritt mit seinen Forderungen und Konzepten an die Politik heran, die dann zu einem fairen und gerechten Interessenausgleich kommen muss. Was kann der Einzelne selbst tragen, was muss die Solidar-gemeinschaft für ihn übernehmen? Welches Bild hat die Politik von Patientinnen und Patienten? Meine Haltung hierzu ist klar: Der eigene Geldbeutel darf nicht ausschlaggebend sein, ob man eine wichtige Behandlung bekommt oder nicht. Jeder – auch die „kleinen Leute“ – müssen am medizinischen Fortschritt beteiligt werden. Ich setze mich daher für ein solidarisches Gesundheitssystem ein. Innerhalb dieses Systems ist Wettbewerb aber zwingend notwendig. Eine Einheitskasse samt Monopolstellung wird nicht zu größerer Effizienz führen – im Gegenteil! Nur der Wettbewerb zwischen den Kassen führt zur bestmöglichen Versorgung der Patientinnen und Patienten. Dazu gehört für mich auch das Bild vom mündigen Patienten. Mündige Bürgerinnen und Bürger sollen selbst entscheiden können, welchen Arzt sie im Krankheitsfalle konsultieren. Sie zu verpflichten, zunächst ihren Hausarzt aufzusuchen, ist für mich Ausdruck eines tiefen Misstrauens der Politik gegenüber den Menschen. Ich setze mich daher nachdrücklich für die Beibehaltung der freien Arztwahl ein. Am besten ist es natürlich, keinen Arzt zu benötigen. Deswegen befürworte ich Präventionsmaßnahmen, um in einer immer älter werdenden Gesellschaft möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Dies schafft Lebensqualität und bewahrt unsere sozialen Sicherungssysteme vor nicht mehr zu bewältigenden Kosten. Klar ist aber auch: Gesundheit und Prävention lassen sich weder ärztlich noch staatlich verordnen. Ohne das Mittun jedes Einzelnen wird es nicht gehen. Solidarität und Eigenverantwortung gehören also zusammen. Nur wenn alle sorgsam mit dem Gesund-heitssystem umgehen, wird es auch noch unseren Kindern und Enkeln Schutz und Hilfe im Krankheitsfalle bieten können. Die Verbesserung unseres Gesundheitssystems zur Sicherstellung solidarischer Hilfe für die jetzigen, aber auch für kommende Generation – dafür setze ich mich ein.
Landwirtschaft und Verbraucherschutz betreffen uns alle
Verbraucherpolitik umfasst nahezu alle Belange der Politik. Neben Fragen der Lebensmittelsicherheit, dem klassischen Kernbereich der Verbraucherpolitik, haben vor allem rechtliche und wirtschaftliche Verbraucherbelange an Bedeutung ge-wonnen. Aufgrund dieses Querschnittscharakters berührt und betrifft Verbraucherpolitik uns alle, sei es als Käufer, als Konsument oder als Patient. Daher ist Verbraucherpolitik für mich ein zentrales Anliegen einer Politik, die sich um die wirklichen und alltäglichen Fragen und Probleme der Bürger kümmert, also im besten Sinne bürgernah ist. Im Mittelpunkt der von mir verfolgten Verbraucherpolitik steht der Verbraucher als eigenverantwortlich handelnder Konsument und Marktteilnehmer. Aber es ist ebenso wichtig eine Verbraucherpolitik zu machen, die ein Gleichgewicht zwischen Verbraucher- und Wirtschaftsinteressen sucht. Nur so kann sowohl für den Einzelnen ein hohes Maß an Lebensqualität gesichert, als auch wirtschaftliches Wachstum und Innovation gefördert werden. Deutschland verfügt über eine innovative und leistungsstarke Ernährungsindustrie, die im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz innehat und die von erheblicher volkswirtschaftlicher Bedeutung ist. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden und die große Zahl von Arbeitsplätzen in dieser Branche sichern zu helfen, trete ich für eine nachhaltige, wettbewerbs- und zukunftsfähige Landwirtschaft ein, die den Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, aber auch den Umweltschutzgedanken in sich trägt. Dabei stehe ich für ein faires Miteinander von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft. Ein Ausspielen beider Bereiche gegeneinander wie in der Vergangenheit widerspricht zutiefst meinem Politikverständnis. Landwirtschaft ist aber mehr als nur die Erzeugung von Nahrungsmitteln. Die Entwicklung der ländlichen Räume sowie die Pflege unserer Kulturlandschaften sind äußerst wichtige Aufgaben, die unsere Landwirte tagtäglich zu unser aller Wohl erfüllen und für die Ihnen Dank gebührt.